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Stationäre Pflege

Gibt es Qualitätsstandards?

Neben der Orientierung am CS-Leitbild und am CS-Pflegeleitbild überprüfen wir laufend unsere CS-internen Standards in den sensiblen Bereichen Wohnen, Essen, Pflege, Hygiene, Reinigung und Seelsorge. Außerdem werden wir als privater Anbieter regelmäßig von dem Kontrollaufsichtsorgan des Gesundheitswesens und Soziales der Stadt Wien (MA 15 & MA 40) durch eine externe Aufsicht geprüft.

Was kann ich von einem CS Pflege- und Sozialzentrum erwarten?

  1. Hohe Kompetenz und Fachlichkeit, die das gesamte pflegerische, medizinische und soziale Spektrum abdeckt.
  2. Offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit BewohnerInnen und Angehörigen.
  3. Wir respektieren die Individualität und die Würde der/des einzelnen Bewohner/in im Rahmen der gemeinschaftlichen Bedürfnisse. Persönliche Anliegen haben im Alltag ihren Platz. Es ist uns ein Bedürfnis, dass jede Person ihre Fähigkeiten im Tagesablauf einbringen kann.

Wer sind die Zielgruppen einer stationären CS-Einrichtung?

  1. alle alten und hochbetagten Menschen, die nicht mehr alleine zurechtkommen und bei denen eine Unterstützung durch die Betreuung zu Hause nicht mehr ausreicht
  2. chronisch kranke und/oder neurologisch erkrankte Personen (z.B. Multiple Sklerose), die ganztägig eine Betreuung benötigen
  3. Menschen mit seniler Demenz vom Alzheimertyp
  4. unheilbar krebskranke Menschen, die in ihren letzen Lebenstagen und -wochen Aufnahme im Hospiz finden

Was ist ein Pflege-Tagsatz?

Der Pflege-Tagsatz umfasst die Kosten für Wohnung, Verpflegung, Pflegeaufwand, Wäscheversorgung und Zimmerreinigung pro Person. Die ärztliche Betreuung, Medikamente und Therapien werden vom Arzt verordnet und im Regelfall über die Krankenkasse verrechnet. Der Selbstbehalt wird ebenfalls in der Regel vom Depotgeld mit der CS verrechnet. Den Pflege-Tagsatz entnehmen Sie bitte den aktuellen Preislisten des jeweiligen CS Pflege- und Sozialzentrums.

Was ist eine Pflegestufe?

Die Pflegestufe beschreibt den Umfang der Hilfsbedürftigkeit in Stunden pro Monat. Jede/r, die/der auf fremde Hilfe angewiesen ist, hat Anspruch auf Pflegegeld. Um das Pflegegeld wird bei der pensionsauszahlenden Sozialversicherung angesucht. Informationen unter:


Pflegegeldeinstufung vgl. www.sva.or.at Das Ausmaß des Pflegegeldes richtet sich nach dem Pflegebedarf. Es sind sieben Stufen vorgesehen. Erforderlich ist ein Pflegebedarf von mindestens 51 Stunden pro Monat; ab der Stufe 5 gelten zusätzliche Kriterien. Für bestimmte Gruppen von Pflegebedürftigen, z.B. für Blinde oder RollstuhlfahrerInnen, sind Mindesteinstufungen festgelegt.

 

Stufe
Höhe Ø mtl.
Monatlicher Pflegebedarf von mehr als
1
€ 154,20
60 Stunden
2
€ 284,30
85 Stunden
3
€ 442,90
120 Stunden
4
€ 664,30
160 Stunden
5
€ 902,30
180 Stunden*)
6
€ 1.260,00
180 Stunden*)
7
€ 1.655,80
180 Stunden*)


*) zusätzlich sind folgende besondere Voraussetzungen notwendig: Stufe 5: Die dauernde Bereitschaft einer Pflegeperson ist erforderlich. Stufe 6: Bei Tag und Nacht sind zeitlich nicht planbare Betreuungsmaßnahmen oder die dauernde Anwesenheit einer Pflegeperson nötig. Stufe 7: Zielgerichtete Bewegungen der Arme und Beine sind nicht möglich oder der ständige Einsatz lebenserhaltender Geräte ist erforderlich.

 

Wer muss bei einem Aufenthalt im Pflegeheim für die Kosten aufkommen?

Grundsätzlich müssen die BewohnerInnen für die Kosten aufkommen und vorhandenes Vermögen dafür verwenden. Die Tagsätze für Selbstzahler entnehmen Sie bitte den aktuellen Preislisten des jeweiligen CS Pflege- und Sozialzentrums.

Jene BewohnerInnen, die sich das nicht leisten können, können aus Mitteln der Sozialhilfe Unterstützung erhalten. In diesem Fall wird das Einkommen (Pension und Pflegegeld) der HeimbewohnerInnen bis auf das gesetzlich bestimmte Taschengeld teilweise für die Kostendeckung herangezogen. Derzeit beträgt das Taschengeld 20% des Einkommens, 13. + 14. Bezüge und EUR 44,30 des Pflegegeldes (unabhängig von der Stufe). Vom Taschengeld müssen persönliche Ausgaben (z.B. Friseur, Kleidung, Selbstbehalte etc.) gedeckt werden.

Kosten Hospiz:
Für Personen, die im Hospiz Aufnahme finden, ist der - je nach Krankenkasse - übliche Tagsatz wie im Krankenhaus zu bezahlen. Max. 28 Tage pro Jahr ist der Selbstbehalt vom/von der Erkrankten zu leisten, darüber hinaus übernehmen die Kassen die Kosten.

Wer kontrolliert ein Pflegeheim?

2004 wurde das Wiener Heimgesetz verabschiedet, dieses regelt Qualitätsstandards in der Pflege. Schon heute erfüllen die CS Pflege- und Sozialzentren nahezu alle hochqualitativen Standards sowohl in pflegerischer als auch in baulicher Hinsicht. Qualitätssicherung ist ein Teil des CS Leitbildes, daher kontrolliert die CS die festgelegten Standards regelmäßig selbst.

Weitere behördliche und gesetzliche Stellen sorgen für die Qualität und Einhaltung der Standards: Die Heimaufsicht des Gesundheitswesens und Soziales der Stadt Wien (MA 15) kontrolliert die Einhaltung der

  • Personalausstattung
  • baulichen Standards
  • Pflegequalität
  • Hygienestandards

Die Brandschutzbehörde überwacht die Sicherheitsstandards.

>Patientenanwalt
>Pflegeombudsmann

Infotelefon tgl. 8.00-20.00 Uhr; Tel: (01) 801 10 /3941 in Kooperation mit Sozialruf Wien

Muss ich mich anmelden und gibt es eine Warteliste?

In den meisten Fällen gibt es eine Warteliste. Wir empfehlen eine unverbindliche Voranmeldung. Wir bemühen uns, den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden und Sie nach unseren Möglichkeiten zu unterstützen.

Wer entscheidet über die Einnahme von Medikamenten?

  1. Der/Die von dem/der BewohnerIn gewünschte Hausarzt/Hausärztin verordnet die Medikamente. Die mit dem Pflegeheim kooperierende Apotheke liefert die Medikamente ins Haus. Das Pflegepersonal gibt die Medikamente nach Vorgabe des/der Arztes/Ärztin aus.
  2. Die BewohnerInnen entscheiden selbst über die Einnahme. Das Pflegepersonal dokumentiert sowohl die eingenommene als auch die abgelehnte Medikation. Sollte sich eine gesundheitliche Verschlechterung auf Grund der Verweigerung der BewohnerInnen ergeben, wird das Pflegepersonal im Rahmen seiner Verantwortung ein Gespräch mit den BewohnerInnen, den Angehörigen, dem/der SachwalterIn und dem/der Arzt/Ärztin suchen.
  3. Bei dementen oder entscheidungsunfähigen Personen muss die Frage der Medikamenteneinnahme mit dem Sachwalter und/oder den Angehörigen geklärt werden.

Kann ich meine Möbel mitbringen?

Sie sind herzlich eingeladen, Kleinmöbel (wie zum Beispiel Bilder, Lieblingsbücherregal, Lehnsessel, etc.) mitzunehmen, denn Sie sollen sich im CS Pflege- und Sozialzentrum so heimisch wie möglich fühlen können. Bei demenziell Erkrankten hat das Mitbringen von Kleinmobiliar und Erinnerungsgegenständen therapeutische Bedeutung.

Wie ist die Wäscheversorgung geregelt?

Flachwäsche (Handtücher und Bettwäsche) wird vom CS Pflege- und Sozialzentrum zur Verfügung gestellt und selbstverständlich gereinigt. Wir legen großen Wert darauf, dass die BewohnerInnen ihre eigene Kleidung tragen und sorgen auch für die Reinigung der maschinenwaschbaren Wäsche. Jedes Kleidungsstück wird von uns gekennzeichnet, wofür bei Einzug 50 Euro eingehoben wird. Neue Wäschestücke müssen dem Pflegepersonal übergeben werden, damit sie unentgeltlich gekennzeichnet werden können. Für die Reinigung und Pflege anderer Kleidungsstücke (Strickkostüme, Seidenkleider, Anzüge, nicht gemerkte Wäsche und dgl.) muss der/die Heimbewohner/in oder Angehörige selbst Sorge tragen.

Kann ich in dem Zimmer bleiben, das ich zuerst bezogen habe?

Grundsätzlich ja. Wenn ein Umzug auf eine spezialisierte Station angedacht wird, wird auf jeden Fall mit dem/der Bewohner/in und Angehörigen rechtzeitig und ausführlich über die Situation gesprochen.

Gibt es einen Friseur und Fußpflege? Wer zahlt?

Beide Angebote werden vom Haus organisiert. Der/Die Bewohner/in bezahlt diese Dienste selber.

Welche Qualifikationen bringen die CS MitarbeiterInnen in der Pflege und Betreuung mit?

  • Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, Alten- und PflegehelferInnen, PflegehelferInnen
  • optional: Musiktherapeut, PsychologInnen, SeniorenbetreuerInnen, Physio-, ErgotherapeutInnen und LogopädInnen, ValidationsanwenderInnen, MitarbeiterInnen der Pastoral Sozialen Dienste
  • Viele der MitarbeiterInnen haben Spezialausbildungen, wie z.B. in Validation, Palliative Care oder Basale Stimulation

Das Pflege- und Betreuungsteam arbeitet in einem Netzwerk mit Haus- und Fachärzten wie z.B. GerontopsychiaterInnen und NeurologInnen oder PalliativmedizinerInnen interdisziplinär zusammen. Therapien werden ärztlich verordnet und müssen mit den jeweiligen Krankenkassen abgerechnet werden.

Welche Aktivitäten gibt es?

In den CS Pflege- und Sozialzentren gibt es eine Reihe von Beschäftigungs- und Therapieangeboten.
Die Beschäftigungsangebote umfassen z.B. Konzerte, Heurigennachmittage, Ausflüge. Wir feiern gemeinsam die Geburtstage unserer BewohnerInnen. Gesellige, pastorale und kulturelle Veranstaltungen finden im Festsaal des CS Pflege- und Sozialzentrums statt. Im Sommer verlegen wir viele Aktivitäten in unseren weitläufigen und gut beschatteten Garten. In den Wintermonaten sind unsere hausinternen Kinovorführungen sehr beliebt. Weiters veranstalten wir Ausflüge mit unseren BewohnerInnen. Das Programm wird den individuellen Bedürfnissen der BewohnerInnen angepasst. Das therapeutische Angebot beinhaltet z.B. Gedächtnistraining, Musizieren in der Musikgruppe, Logotherapie, Tiertherapie, Psychotherapie.

Gibt es Besuchszeiten?

Besucher sind jederzeit willkommen. Die BewohnerInnen entscheiden selbst über einen Besuch. Natürlich ersuchen wir Sie um Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der anderen BewohnerInnen.

Gibt es eine Sozial Pastorale Betreuung? Gibt es Gottesdienste?

In allen drei CS Pflege- und Sozialzentren finden regelmäßige Gottesdienste statt. Die Schwestern der Caritas Socialis bieten in allen Einrichtungen auch ihre Dienste für BewohnerInnen und Angehörige unabhängig von der Konfession an.

Kann ich meinen Hausarzt beibehalten?

Ja, denn freie Arztwahl gilt auch im Heim. Unsere MitarbeiterInnen können gerne auf Wunsch Empfehlungen geben, denn wir arbeiten mit praktischen Ärzten aus der Umgebung eng zusammen.

Wie ist die ärztliche Betreuung in Notfällen gesichert?

Rund um die Uhr steht für Ihre Gesundheit eine diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson bereit, der Notarzt wird von uns im Bedarfsfall gerufen.

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