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Was muss ich tun, um das Tageszentrum besuchen zu können?

Damit sich ein Mensch in einem unserer Tageszentren wohlfühlt, ist es wichtig, dass wir ihn kennenlernen. Wir vereinbaren mit ihm und/oder seinen Angehörigen per Telefon einen ausführlichen Gesprächstermin, in dem der interessierte Tageszentrumgast und die Angehörigen das Betreuungsteam und das Tageszentrum kennenlernen. Dieses erste Kennenlernen kann – nach Verfügbarkeit eines Platzes und Interesse des/r künftigen Besuchers/in – mit der Vereinbarung des ersten Besuchstages enden.

Wie läuft der erste Tag ab?

An Ihrem ersten Besuchstag wird Ihnen eine MitarbeiterIn zur Seite gestellt, welche Ihnen die Räumlichkeiten zeigt, den Ablauf erklärt, Sie den anderen Tagesgästen vorstellt und Sie durch den ersten Tag begleitet.

Ist das Tageszentrum die richtige Betreuungseinrichtung für mich?

Wir nehmen uns bei jedem Aufnahmegespräch sehr viel Zeit, um Ihnen und/oder Ihrem Angehörigen das jeweilige Tageszentrum zu zeigen und Sie über unsere Angebote und Möglichkeiten umfassend zu informieren. Dabei lernt der/die künftige BesucherIn auch die Gruppenräumlichkeiten kennen und kann sich ein Bild von der Atmosphäre im jeweiligen Tageszentrum machen.

Was muss ich zum Aufnahmegespräch mitbringen?

Alle Unterlagen bezüglich Ihres Krankheitsverlaufes.

Was kostet ein Tag im Tageszentrum?

Ein Besuchstag im Tageszentrum kostet so viel wie 1 Heimhilfestunde der Betreuung zu Hause.

Sie haben auch die Möglichkeit als Privatkunde das Tageszentrum zu besuchen. Dann entsprechen die Kosten für 1 Tagesbesuch dem jeweils aktuellen Tagsatz, den wir mit der Stadt Wien (FSW) für das laufende Jahr verrechnen und der davon abhängig ist, welches unserer Tageszentren (Integrativ Geriatrisches Tageszentrum, Alzheimer Tageszentrum, MS Tageszentrum) Sie besuchen wollen.

Zusätzlich zum Tagsatz kommen die Kosten für die Verpflegung und im Geriatrisch Integrativen und Alzheimer Tageszentrum ein Selbstbehalt für den Fahrtendienst. Die aktuellen Preise entnehmen Sie bitte der Preisliste.

Wie sind die Öffnungszeiten?

Die Tageszentren sind von Montag bis Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

Es gibt keine Sperrzeiten mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage. Auch am 24. und 31. Dezember ist eine zeitlich eingeschränkte Betreuung möglich und wird auch gern in Anspruch genommen.

Wie komme ich ins Tageszentrum?

Wenn Sie noch in der Lage sind, öffentliche Verkehrsmittel zu benützen, kommen Sie selbständig ins Tageszentrum. Falls Ihnen das nicht möglich ist, können Angehörige Sie zu uns bringen oder wir helfen Ihnen bei der Organisation eines Fahrtendienstes, der Sie morgens abholt und nachmittags wieder nach Hause bringt.

Welche Berufsgruppen sind in einem Tageszentrum beschäftigt?

Das ist von Tageszentrum zu Tageszentrum unterschiedlich, jedenfalls arbeiten dort multiprofessionelle Teams, d.h. Menschen, die unterschiedliche Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialbereich erfolgreich abgeschlossen haben.

Es sind dies GesundheitspsychologInnen, Diplomgesundheits- und Krankenschwestern bzw. -pfleger, Alten- und PflegehelferInnen, Physio-, Ergo- und MusiktherapeutInnen sowie ein Neurologe. Weitere Konsiliarärzte stehen zur Verfügung.

Was geschieht, wenn keine selbständige Medikamenteneinnahme mehr möglich ist?

In allen Tageszentren sind diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen beschäftigt, die die Medikamentengebarung bei Bedarf übernehmen und auf Wunsch in Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt Pflegetätigkeiten im mitverantwortlichen Tätigkeitsbereich durchführen (z.B. Verbandswechsel, Blutdruck- und Blutzuckerkontrollen, ...).

Ich leide an MS und benötige unbedingt Therapie. Ist das während des Aufenthaltes im Tageszentrum möglich?

Der Facharzt im MS-Tageszentrum verordnet Ihnen aufgrund der Befunderhebung durch die im Tageszentrum angestellten Physio- und ErgotherapeutInnen Ihre individuellen Therapiemaßnahmen, welche während des Aufenthaltes an Ihren Besuchstagen im MS-Tageszentrum durchgeführt werden.

Es gibt so viele Beschäftigungsangebote. Was ist, wenn ich das nicht machen kann?

Wir passen die Angebote zum Aktivsein (Keramik, Musiktherapie, Bewegungsübungen, kreatives Gestalten, ...) den vorhandenen Fähigkeiten unserer BesucherInnen an. Wir wollen Sie zu einem sinn- und freudvollen Tun anregen, um Ihre Selbständigkeit und Ihren Selbstwert zu fördern und zu erhalten. Sie selbst entscheiden, bei welchen Angeboten Sie mitmachen möchten.

Welche Pflegestufen gibt es?

Pflegegeldeinstufung vgl. >www.sva.or.at
Das Ausmaß des Pflegegeldes richtet sich nach dem Pflegebedarf. Es sind sieben Stufen vorgesehen. Erforderlich ist ein Pflegebedarf von mindestens 51 Stunden pro Monat; ab der Stufe 5 gelten zusätzliche Kriterien. Für bestimmte Gruppen von Pflegebedürftigen, z.B. für Blinde oder RollstuhlfahrerInnen, sind Mindesteinstufungen festgelegt.

 

Stufe
Höhe Ø mtl.
Monatlicher Pflegebedarf von mehr als
1
€ 154,20
60 Stunden
2
€ 284,30
85 Stunden
3
€ 442,90
120 Stunden
4
€ 664,30
160 Stunden
5
€ 902,30
180 Stunden*)
6
€ 1.260,00
180 Stunden*)
7
€ 1.655,80
180 Stunden*)

 

*) zusätzlich sind folgende besondere Voraussetzungen notwendig:

  • Stufe 5: Die dauernde Bereitschaft einer Pflegeperson ist erforderlich.
  • Stufe 6: Bei Tag und Nacht sind zeitlich nicht planbare Betreuungsmaßnahmen oder die dauernde Anwesenheit einer Pflegeperson nötig.
  • Stufe 7: Zielgerichtete Bewegungen der Arme und Beine sind nicht möglich oder der ständige Einsatz lebenserhaltender Geräte ist erforderlich.
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